Richtiges Lüften eines Wintergartens im Sommer

In vielen Wintergärten ist die Luft oft stickig und die Scheiben sind beschlagen. Im schlimmsten Fall tropft es sogar von der Decke.

Bild: Sunshine Wintergarten GmbH
Bild: Sunshine Wintergarten GmbH

In solch einem Wintergarten, der eher einem Gewächshaus ähnelt, fühlt sich gewiss niemand wohl – weder Menschen noch Pflanzen. Diesen Ärger kann man mit einer ordentlichen Belüftung vermeiden.

Ein Wintergarten mit Südlage kann sich ohne ausreichende Belüftung bis auf 70°C aufheizen. Solche Temperaturen sind für sämtliche Pflanzen tödlich. Aber auch die Bauteile und das Haus können Schaden nehmen, wenn nicht regelmäßig ordentlich gelüftet wird. Am wichtigsten ist dabei, dass Kondenswasser vermieden wird. Die Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, je höher die Temperatur im Raum. Diese Luftfeuchtigkeit schlägt sich dann an kalten Stellen nieder und die Scheiben beschlagen. Aber auch an der Hauswand setzt sich das Kondenswasser ab. Über längere Zeit kann dadurch die Substanz des Hauses geschädigt werden. Des Weiteren wird durch eine mangelhafte Belüftung des Wintergartens die Schimmelbildung begünstigt.

In Wintergärten kann man unterschiedliche Lüftungsvarianten einsetzen. Zum Beispiel kann die Raumluft mit Zuluft gemischt werden, das ist die sogenannte Strahllüftung. Dabei steigt die wärmere und leichtere Raumluft nach oben und zieht durch Abluftöffnungen nach draußen ab. Von unten strömt dann frische kältere Luft nach.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verdrängungslüftung. Hierbei wird Luft von außen über große Öffnungen zugeführt. Die verbrauchte Raumluft wird so durch Abluftöffnungen nach draußen geschoben.

Natürliche Belüftung

Die Belüftung im Wintergarten kann auf natürliche Weise ganz einfach geregelt werden. Bei einer Fenster- oder Fugenlüftung wird dabei die erforderliche Bewegung der Luft durch den Wind erzeugt. Man kann schon mit kleinen Lüftungsöffnungen sehr gute Ergebnisse erzielen. Es ist sinnvoll, die Öffnungen für die Belüftung diagonal gegenüberliegend anzubringen. Man verwendet für die Zuluft größtenteils Lamellenfenster oder Schiebelüfter. Für die Abluft werden aufklappbare Fensterflügel genutzt.

Mechanische Belüftung

Der größte Vorteil einer mechanischen Belüftung ist, dass sie auch wetterunabhängig (also bei fehlendem Wind) arbeitet. Aber solch eine Belüftung hat auch Nachteile. Sie verursacht Kosten für die Anschaffung und es fallen ständig Unterhaltungskosten an. Außerdem läuft sie nicht ohne Geräusche.

Bei der mechanischen Belüftung wird zwischen Zuluft- und Abluftanlagen unterschieden. Eine Zuluftanlage presst frische Luft von draußen ins Innere des Wintergartens. Es entsteht ein Überdruck und die verbrauchte Raumluft entweicht durch Türen oder Fenster nach draußen. Mit einer Abluftanlage hingegen wird die verbrauchte Luft des Wintergartens abgesaugt. Der Luftdruck im Raum sinkt und es strömt frische Luft von draußen nach.

Bild: http://www.sunhine.de/

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