Fundament für den Wintergarten

Wie bei jedem anderen Anbau auch müssen das Fundament und die Bodenplatte eines Wintergartens spezielle Anforderungen erfüllen.
Die wichtigsten Aspekte sind dabei:

  1. Das Fundament muss die Last des gesamten Wintergartens aufnehmen können.
  2. Gleichzeitig ist es eine Absperrung gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich.
  3. Fundament und Bodenplatte halten Tau- und Niederschlagswasser vom Gebäudeuntergrund fern.
  4. Wie bei jedem anderen Wohnraum spielt auch die Wärmedämmung eine wichtige Rolle.

Für die Aufnahme und die Verteilung der Last des Wintergartens reicht oft eine mit Stahl bewehrte Bodenplatte aus, da die Last die sie zu tragen hat im Vergleich zu anderen Bauwerken eher gering ist.

1031_1613Die Bodenplatte muss so gefertigt werden, dass sie neben der ständigen Last des Anbaus auch Schnee- und Windlasten problemlos aufnimmt. Deshalb sollte auf alle Fälle ein Statiker bei der Planung mit einbezogen werden. Außerdem sollte die Bodenplatte mit einer Sperrschicht gegen Feuchtigkeit von unten ausgestattet werden. Dies kann zum Beispiel in Form von Bitumen-Schweißbahnen, welche aufgebracht werden, erfolgen. Ebenfalls unumgänglich ist einen Frostschürze. Dadurch wird vermieden, dass Tau- oder Niederschlagswasser unter die Bodenplatte laufen kann. Somit führt es nicht zu sogenannten Frostaufbrüchen. Die Ausführung dieser Frostschürze ist abhängig von den örtlichen Bedingungen, das heißt, ob die Unterkante der Bodenplatte über dem umgebenden Gelände, darunter oder auf gleicher Höhe liegt. Auch die Sickerfähigkeit des Bodens muss beachtet werden. Eine zuverlässige Lösung ist die Ausführung als frostfrei gegründetes Streifenfundament. Hier lässt sich auch die Wärmedämmung ohne Schwierigkeiten anbringen. Zugleich muss man darauf achten, dass der Taupunkt außerhalb der Dampfsperre liegt. Dafür ist die Dämmung der Bodenplatte auch in den Randbereichen einschließlich der Frostschürze erforderlich.

Wenn man den Wintergarten später als Wohn-Wintergarten nutzen möchte, sollte man dies bereits beim Bau des Fundaments berücksichtigen. Hier gibt es einige Dinge, auf die besonders geachtet werden sollte.

Da das Fundament häufig von einem anderen Betrieb als der Wintergarten-Firma oder in Eigenleistung ausgeführt wird, ist eine konkrete ausführliche Planung unumgänglich. Des Weiteren sollte alles eindeutig dokumentiert werden. Alle Beteiligten sollten klar miteinander kommunizieren und die Ausführung ständig kontrolliert werden.

Viele wollen ihren neuen Wintergarten einfach auf den bereits bestehenden Terrassenboden stellen. In den meisten Fällen kann ein Terrassenboden aber nicht die notwendige Wärmedämmung aufweisen. Darüber hinaus besitzt dieser Boden nicht die erforderliche Tragfähigkeit und ist auch nicht gegen aufsteigende Feuch¬tigkeit geschützt. Auch das Gefälle, welches ein Terrassenboden hat, würde im Wintergarten eher stören. Aus diesem Grunde ist im Regelfall der Bau eines neuen Fundamentes unabdingbar.

Bei der Planung des Fundaments sollten auch eventuell benötigte Versorgungsleitungen, beispielsweise für die Anbringung von Heizkörpern, bedacht werden. Eine spätere Aufrüstung ist nur mit einem sehr großen Aufwand zu verwirklichen.

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